Samstag, 16. Februar 2013
Das rote Kleid - 9. Teil
Im November hatten Alan und ich das letzte Mal über facebook gechattet. Das war direkt bevor ich Jonas kennengelernt hatte. Und nun, wo ich quasi von Jonas getrennt bin, meldet sich Alan plötzlich wieder! Woher weiß er das? Nein, das weiß er nicht, ist einfach nur ein schöner Zufall.
Alan starte wie üblich mit „Hey Süße, na wie geht’s?“

Ich musste grinsen „Prima. Und dir so?“

„Läuft ganz gut.“ Und dann kam er gleich zur Sache „Wir sollten endlich mal wieder einen Wein trinken.“

Das war das Code-Wort! Das kam mir gerade recht. Mal wieder ein paar schöne leidenschaftliche Stunden mit Alan verbringen. Yep, das wär cool. Würde so richtig passen, wo das ja mir Jonas so gar nix war. Also schrieb ich „Feine Idee, Honey!“

„Wann hast du denn Zeit, Süße?“

Ich musste am Abend erst einmal das Treffen mit Jonas hinter mich bringen, aber danach wäre Alan genau richtig „Vielleicht noch heute, später …“

„Hmmm, heute komm ich nicht weg, leider. Morgen könnte klappen, vielleicht.“

Tja, Samstag und Sonntag hatte ich schon verplant „Morgen bin ich mit den Mädels verabredet … Hm, Montag?“

„Montag habe ich Probe, schade, müssen wir dann mal schauen“ schrieb Alan und dann etwas später „Wenn ich mich heute Abend vielleicht doch absetzen kann, melde ich mich bei dir, OK!?“

Klar das wär okay, das würde sicher nicht so früh sein. Ich hatte vor, nach dem Gespräch mit Jonas zu Dajana zu gehen. Wir wollten einfach nur ein bisschen quatschen, das würde nicht endlos gehen. Also antwortete ich Alan „Fein, mach das, aber nicht vor zehn, bitte.“

„OK … nach 22 Uhr, später ist eh besser.“ antwortete er.

Dann chatteten wir noch ein wenig über seine Musik, der nächste Studio-Termin steht wohl schon. Ich bat ihn noch, doch mal Musik für mich mitzubringen. Nicht von seiner Band, die CDs hatte ich ja, aber Musiker haben schon ein besseres Gefühl für Musik als ich. Er wird mir was zusammenstellen. Schön.



Dienstag, 13. November 2012
Das rote Kleid - 8. Teil
(Fortsetzung zum Eintrag vom 7. November)

Freitagnacht hatte ich Alans SMS verpasst. Um 0:30 Uhr lag ich bereits im Bett und habe geschlafen. Er schrieb „hey, du liegst nicht zufällig nackt im Bett und wartest auf mich?“.

Als ich die SMS am Samstagmorgen las war mein erster Gedanke „hey, was bildet er sich ein?!“. Doch dann fiel mir wieder der Start unserer sporadischen Affäre ein, da hatten wir eine ganze Weile teils rechts heftige erotische Korrespondenz per SMS. (Siehe auch mein Blog „Keine Angst vor Fünfzig“ die Einträge ab dem 8. November 2011 zu „Das rote Kleid“.)

Was wollte er Freitagnacht? Spontan vorbei kommen oder nur wieder ein bisschen per SMS chatten? Ich könnte ihn fragen, doch irgendwie habe ich gerade keine Lust dazu. Am Samstagmorgen hätte ich noch spontan geantwortet, doch da kam schon meine Freundin Maja zum Frühstück.

Ich erzählte ihr von der erneuten Kontaktaufnahme von Alan und Maja gab mir zu verstehen, dass sie die Fortsetzung dieser Affäre echt nicht befürworten würde. Immerhin lebt Alan mit seiner Freundin zusammen. Auch wenn es seine Entscheidung ist, sollte ich nicht dazu beitragen möglicherweise eine Beziehung zu zerstören.

Hm, das ist schon was dran. Es gibt ja noch genügend andere Männer, die ungebunden sind, da muss es nicht unbedingt Alan sein. Bei Alan weiß ich allerdings woran ich bin, dass der Sex mit ihm Spaß macht und mir guttut. Aber Finya hat mich dann doch ausreichend abgelenkt, dass ich gar nicht mehr an Alan gedacht habe.



Donnerstag, 8. November 2012
Das rote Kleid - 7. Teil
(unverhoffte Fortsetzung zum Eintrag vom 15. Juni)

Hey, das passt jetzt richtig gut. Alan hat sich wieder gemeldet. Alan, der Kerl mit dem ich im November letzen Jahres und dann im Januar ganz unverbindlich aber echt nett im Bett war.

Nachdem ich gestern meine facebook-Kontakte etwas reorganisiert hatte und Alan vom Bekannten- auf den Freund-Status zurückgesetzt hatte, so dass er wieder News aus meinem Leben lesen kann, hat er sich gleich gemeldet „Hey, wie geht’s dir denn, was gibt’s Neues?“.

Die Nachricht hatte ich erst heute Morgen gesehen, ich antworte „Och, mir geht’s prima, genieße gerade die wiedergewonnene Freiheit. Und wie sieht’s bei dir so aus? Was macht die Musik und das Leben?“

„Läuft eigentlich alles ganz gut. Mache viel Musik und sonst ist auch alles gut. Schön von dir zu lesen!“ und dann stieg er gleich richtig ein „Ich glaub es wird mal wieder Zeit für einen Wein zusammen ;)“

Ich musste grinsen, diese Ansage kam mir grad recht. „Klar können wir mal wieder einen Wein zusammen genießen, ist ja schon echt ne Weile her. Knutscha. Lilli.“

„Wieder gewonnen? Warst du in einer Beziehung!? Mit dir Wein trinken macht immer viel Spaß ;)“

„Yeees, es gab einen letztendlich nicht so erfolgreichen Versuch. Bin echt happy, dass ich’s hinter mir habe. Spaß haben ist immer gut, Cheri.“

„Du weißt… ich liebe guten Spaß!!“

„Ja, ich weiß. :-)"

„Bin ja öfter mal bei dir vorbei gefahren und hatte mir gedacht dir zu schreiben, so spontan :-)“

„Warum hast du das nicht getan, Honey?“ Ja, das war wirklich die Frage, nachdem er das im Juni ja quasi angekündigt hatte. Aber er ist ja im Frühjahr mit seiner Freundin zusammengezogen und ich dachte, unser Abend im Januar war eine kleine Abschiedsfeier von seinem Junggesellendasein gewesen.

„Naja … keine Ahnung … hätte ich machen sollen, was!? Also ich muss echt sagen, auf dich hab ich immer Bock!“

„Smile, das trifft sich ja gut!“ Ja, ich hätte auch echt Lust, die Affäre mit Alan wieder aufzuwärmen, es war schön mit ihm. Und gerade jetzt würde es mir echt gut tun.

„Wie gesagt … ab und zu mal selten treffen ist kein betrügen :-)“ Aha, die Freundin hat er also noch. Das soll mir nur recht sein, ich will ja keinen Typen, der sich binden will. Er muss wissen, was er da tut.

„Aha, das ist aber eh dein Thema. Ich würd dich gern mal wieder sehen. Call me, wenn es dir passt, Cheri.“

„Ja, aber deine Worte ;) Mach ich Süße … vielleicht ja auch ganz bald.“

Meine Worte? Hm, er hatte gesagt, dass er vielleicht doch ein wenig mit seinem Gewissen zu kämpfen hat. Darauf hatte ich gemeint, so eine einzelne Nacht würde ihr nichts wegnehmen, es solle nur nicht in Regelmäßigkeit ausarten.

Ich hätte schon Lust, bald wieder diesen stämmigen und knackigen inzwischen wohl 36jährigen im Bett zu haben. Mir läuft schon jetzt ein Schauder über den Rücken, wo ich mir das vorstelle.



Samstag, 16. Juni 2012
Das rote Kleid - 6. Teil
(Fortsetzung zum Eintrag vom 26. Januar)

Irgendwie kann er es nicht lassen, grins!

Nach unseren letzten gemeinsamen Stunden Ende Januar hatte ich angenommen, dass Alan sich nicht mehr melden würde. Dass es eine einmalige Sache war, weil er ja nun mit seiner Freundin zusammen eine Wohnung gemietet hatte. Eine alte Affäre in dem Fall noch ein einziges Mal aufleben lassen, finde ich grenzwertig bis in Ordnung, aber damit sollte es für ihn gut sein. Eigentlich sollte ihm das die Bestätigung gegeben haben, dass er zu ihr gehört.

Ich hatte ihm nur am Tag danach noch auf facebook die kurze Nachricht „Mojn! Wie erwartet hab ich prima geschlafen , du hast mir richtig gut getan!“ Er hatte darauf kurz zurück geschrieben „hey… ja, lohnt sich manchmal, spontan zu sein!“. Dann startete von meiner wie seiner Seite die erwartete Sendepause.

Drei Wochen später hatte er mich nachmittags kurz auf facebook angetriggert „na du “. Das hatte ich aber erst abends bemerkt, da war er schon nicht mehr online. Ich antwortete „hey, wie geht’s?“ und etwas später „sorry, bin grad auf dem Sprung, demnext mal mehr“. Darauf kam dann nichts von ihm, und das war auch in Ordnung so.

Seine nächste Kontaktaufnahme kam Mitte Mai über whatsapp, nachdem ich mein Smartphone angeschafft und er anscheinend seine whatsapp-Kontakte aktualisiert hatte: „hey… na… auch whatsapp “. Das war nun nichts spektakuläres, aber das hätte nicht sein müssen. Ich musste natürlich grinsen als die Nachricht kam, so ganz gehe ich ihm wohl nicht aus dem Kopf.

Da Alan kurz danach mit seiner Band ein Konzert geben würde, nutzte ich am nächsten Tag diese Gelegenheit, ihn zu fragen, ob er mich auf die Gästeliste setzen könnte. Leider war das nicht möglich, für den Club gäbe es keine Gästeliste schrieb er. Na ja, kann stimmen oder auch nicht. Da ich aber mit der Urlaubsvorbereitung eh genug zu tun hatte, hatte ich es dann auch nicht mehr geschafft auf das Konzert zu gehen. So wichtig war mir das auch nicht. Ich mag seine Musik super gerne, so zum Chillen daheim oder beim Autofahren. Live-Konzerte können für mich aber doch rockiger oder punkiger sein.

In dem kleinen Club hätte es ihm auffallen müssen, wenn ich da gewesen wäre. So habe ich ihm am Tag nach dem Konzert geschrieben, dass ich es nicht mehr geschafft hatte. Seine Antwort war „schade… vielleicht nächstes mal.“

Und heute Nachmittag hat sich Alan wieder über facebook gemeldet. Eigentlich kann ich darüber nur den Kopf schütteln, aber andererseits schmeichelt es mir natürlich auch. Diesmal kam auch nicht nur ein „na….“ oder so etwas, er schrieb „hey lilli, wie geht es dir? was gibts neues? “.

Okay, das war eine Antwort wert: „Geht eigentlich gut, nur ein bissl zu viel zu tun. Sonst lern ich grad meine neue Kamera besser kennen. Und du so?“.

Er darauf: „bei mir ist auch alles gut. cool...ne neue kamera bin grad arbeiten und später probe. könnten vielleicht mal wieder einen trinken zusammen “.

Was sollte ich darauf nun antworten. Das konnte so oder so gemeint sein. Beide Varianten fände ich schick. Hm, also ganz einfach „Na gerne!“. Ich war gespannt, was darauf von Alan kommen würde.

Seine Antwort kam umgehend „mmm... klingt gut macht Spaß mit dir ein gläschen zu trinken “.

Ich musste lachen, der Kerl spielt wirklich wieder mit dem Feuer! Das war schon klar, dass er damit auf unseren spontanen gemeinsamen Abend im Januar anspielte. Da frag ich mich nur „was ist mit seiner Freundin?“.

Ich bin dann zum Zumba gefahren und er hat nun bestimmt noch Probe. Und wenn er dann daheim bei seiner Freundin ist, wird er sicher auch nicht mehr antworten. Das wird spannend!



Freitag, 27. April 2012
Das kleine Schwarze
Ich besuche am nächsten (oder ist das das übernächste, wenn es in einer Woche ist?) Wochenende meine Freundin Mona aus Düsseldorf, die gerade in Neapel ist. Wir gehen wohl auf einen Ball oder Tanzabend von der (großen) Firma, in der ein Freund von ihr arbeitet. Ich sagte, dann könne ich ja mein kleines Schwarzes einpacken, das sei für solche Anlässe sicher geeignet oder bräuchte ich ein langes Kleid. Nein, langes Kleid nicht, aber wie kurz sei denn das kleine Schwarze und sei das auch nicht zu sexy, sagte sie. Ähm, keine Ahnung, wie lang das kleine Schwarze ist, so die übliche Länge halt und zu ausgeschnitten auch nicht. Es ist eben so ein Kleid, was jede Frau haben sollte, womit man überall hin gehen kann. Was ist denn daran so unklar?

Wir diskutierten dann noch die Frage, ob man in Neapel zu solchen Veranstaltungen – es ist immerhin schon sehr warm da – Nylons tragen müsse. Ich würde nämlich gerne die kleinen schwarzen Sandalen mit dem Pfennigabsatz anziehen, das geht natürlich nicht mit Nylons. Braune Beine bekommt man ganz schnell mit dem genialen Selbstbräuner von SUN Dance, den werde ich am Abend vorher noch auftragen.



Donnerstag, 26. Januar 2012
Das rote Kleid - 5. Teil
(Fortsetzung zum Eintrag vom 25. Januar)
Jetzt musste ich den Chat mit Alan nur noch in die richtige Richtung bringen, also versuchte ich’s mit „ja Wein, da war noch was“.
Er: „ja, da war noch was“
Ich: „feine Erinnerung“
Er: „können wir gern wiederholen, wenn du lust hast“
Ich: „Babe, wir haben uns so lang nicht gesehen, aber das spricht ja nicht unbedingt dagegen“
Seine Ansage „finde ich auch! und gegen einen wein habe ich nix einzuwenden. und vielleicht wenn wir lust haben auch mehr, und wenn nicht, dann eben nicht!“ passte gut.
Alles kann, nichts muss, also schrieb ich „hey, du bist ja richtig realistisch! bin dabei, gerne!“
Hey, er war ja richtig spontan diesmal: „klingt cool, soll ich zu dir rüber kommen?“
Blöderweise hatte ich mir ja mit Maja eine große Portion Schupfnudeln angetan und mein Bauch fühlte sich verdammt voll an. „Dazu muss ich grad mal die vielen Schupfnudeln in meinem Bauch befragen“ schrieb ich und guckte mir im Flur meinen Bauch im Spiegel an.
Er darauf: „hahaha, ok“.
Also mein Bauch war schon voll, aber nicht aufgebläht, ich fand ihn ansehnlich. Außerdem sieht ein vollerer Bauch bei mir in liegend abstützender Position nicht so knautschig aus. Ich dachte, damit könnte ich mich auch beim Sex wohler fühlen.
Also nutzte ich die Gelegenheit: „hm, wenn ich bedenke, dass es sonst wieder in Terminplanungsstress ausartet“ und „… dann komm doch besser gleich vorbei“
Seine Antwort kam sofort: „das klingt super, ich hab heut auch zeit, wer weiß, wann es sonst wieder…, freu mich!“
Darauf ich: „fein, und wehe du hast dich verändert“.
Er: „bestimmt nicht. wo muss ich denn hin?
Klar, die Adresse brauchte er: „nach Schöneberg, in die xxxxxstr. 14, was denkste, wie lange brauchste, bis du hier bist?“
Er: „vielleicht so 30/45 min, ist das okay?“
Ich musste auf jeden Fall noch den Wäscheständer wegräumen, mich umziehen und eine passende CD heraussuchen: „ja passt, muss ja noch aufräumen, grinz“.
Na klar schrieb er darauf: „brauchst doch nicht“.
Ich: „bei dir war auch so ordentlich, also besser isses“
Er: „dann sag ich mal bis gleich“
Was sollte ich denn nun anziehen? Beim letzten Treffen trug ich ein Kleid, Stay ups und Stiefel. So einfach wollte ich es ihm nicht machen, bei diesem spontanen Treffen. Außerdem war ja diesmal ganz offen, wie es laufen würde. Ich hatte ihn lang nicht gesehen, guckte noch eben schnell seine aktuellen Fotos auf Facebook. Ich war ja auch nicht sicher, wie er diesmal auf mich wirken würde.
Also machte ich mich frisch, stieg ich in eine leicht baggy Jeans, dazu ein Zimtstern-Textilgürtel, ein figurnahes aber nicht enges Volcom Longsleeve Shirt und darunter einen schwarzen Spitzen-Push-up mit passendem String, puderte mir noch mal das Gesicht ab und legte Gaultier 2 auf. Dann mal fix meine Lieblings-CD für leidenschaftlichen Sex, „Lola rennt“ in den CD-Player im Schlafzimmer getan und die richtige Lautstärke schon mal voreingestellt, die Gummis bereitgelegt und den roten Lumibär eingeschaltet.
Fürs Wohnzimmer wählte ich eine Cold Play CD, das ist von der Musik so ähnlich, wie die, die seine Band macht. Dann noch das Hauptlicht aus- und die Lichterketten etc. angeschaltet.
Eine gute halbe Stunde später kam eine SMS, das war wieder typisch für Alan, irgendwie telefoniert der nicht gerne: „wo muss ich klingeln?“.
Okay, Anrufen würde jetzt die Stimmung killen, also schickte ich ihm meinen Nachnamen per SMS. Gleich darauf klingelte es.
Etwas schwer atmend stand er vor meiner Tür, die Treppen hatten ihn etwas geschafft. Klar, er ist ja einen Aufzug gewohnt und Sport macht er ja auch nicht unbedingt.
Genau so hatte ich ihn in Erinnerung, es war nur nicht klar gewesen, wie viel Bart er haben würde. Er trug eine leicht baggy Jeans, T-Shirt und Kapuzen-Sweatjacke unter seiner Winterjacke, dazu Adidas-Samba-Sneaker und die obligatorische schon leicht verwaschene und zerschlissene Baseball-Cap über seinem fast nicht mehr sichtbaren Haar (so kurz war das rasiert). Der Bart war diesmal bestimmt schon drei Tage alt bzw. am Kinn schon recht lang aber gut zurechtgestutzt. Auch mit Bart hatte er mit seinen 35 noch eine recht jungenhafte Ausstrahlung, besonders durch seine strahlenden Augen und sein Lachen. Es war schön, ihn zu sehen.
Zur Begrüßung gab es eine innige Umarmung, aber noch keinen Kuss, dann musterten wir uns eingehend. Ich nahm ihm die Winterjacke ab und ließ ihn die Sneaker ausziehen – ich hatte immerhin gerade eine frisch geputzte Wohnung und die Sneaker würde er eh irgendwann ausziehen, warum nicht gleich.
Er schaute sich interessiert um, kommentierte mein Longboard sowie die Deko im Flur, warf einen längeren Blick auf die Fotowand und folgte mir dann in den Wohnraum. Dort war er auch erst einmal damit beschäftigt, meine Einrichtung und das Inventar auf sich wirken zu lassen und ein paar Fragen dazu zustellen.
Ich öffnete inzwischen den Rotwein und füllte zwei Gläser. Die Sitzsäcke hatte ich schon so hingelegt, dass wir gut nebeneinander sitzen und uns ggf. näher kommen konnten. Die Sitzsäcke fand er cool und ließ sich gleich hinein fallen. Ich ließ mich mit den Weingläser so halb neben ihm, halb gegenüber nieder, so dass wir uns angucken konnten.
„Schön dich wieder zu sehen“ und „Deine Wohnung passt zu dir“ sagte er. Er hatte auf Facebook meine Fotos angeschaut, auch die Filmchen übers Longboarden und Biken und fand mein Bike an der Wand recht faszinierend, stellte auch gleich ein paar Fragen dazu.
Wie letztes Mal auch, kamen wir aus dem Quatschen fast nicht raus, es ging um meine Hobbys und seine Musik, auch um die Karriere im Job und dabei schaffte er es auch, ein paar Komplimente über mein Aussehen und meine Figur einzubauen. Irgendwann fasste er meinen nackten Fuss, wollte sich mein Tattoo noch einmal genauer anschauen, meinte, er hätte in Erinnerung, dass es größer sei. Ja klar, das Fußgelenk war nur noch von der Jeans verdeckt, so dass er nicht alles sehen konnte. Während wir weiter redeten, streichelte er meinen Fuß. Wow, das war irgendwie echt sinnlich. Das hatte ich noch nie, dass mir ein Mann den Fuß gestreichelt hat.
Dazu dann ein paar tiefe Blicke in die Augen und dann endlich der erste Kuss. Mir war so richtig danach. Und Alan auch, er wechselte mit seinen Händen von meinem Fuß zu meinem Gesicht, dann Hals, Nacken und schließlich Rücken. „Du bist so sexy, auch wenn du mich im Kleid noch mehr anmachen würdest.“ Dann schob er auch schon seine Hand unter mein Shirt, streichelte erst meinen Rücken, dann meinen Bauch und schob das Shirt schließlich nach oben. Er küsste sich von meinem Hals runter Richtung Busen, legte dann meine Brüste frei, um an meinen Nippels zu knabbern. Mmmmhhh, das war so richtig antörnend.
Ich war ja auch nicht passiv, hatte ihm schon seine Kapuzenjacke ausgezogen und die Cap abgenommen. Dann seinen Nacken geknutscht und hatte mit meinen Händen fest über seine Arme, seinen Nacken und auch seinen Rücken gestrichen, wobei ich sein T-Shirt hoch geschoben hatte. Er fühlte sich gut an und sein Bart war weich, der störte beim Knutschen gar nicht.
Während der ganzen Aktion waren wir nicht still, wir erzählten uns weiter aus unserem Leben, über das, was sich geändert hatte, seit dem wir uns im November gesehen hatten. Doch plötzlich hielt Alan inne, zog mein Shirt wieder über meine Brüste und sagte „du machst mich so geil, aber ich weiß nicht, ob ich das kann und nicht morgen ein schlechtes Gewissen habe“.
Ich schaute ihn fragend an. „Ich habe eine Freundin und im März werden wir zusammenziehen.“ Ich musste lächeln „also stimmt dein Facebook-Status doch, ich hatte mitbekommen, dass du den geändert hattest, war mir aber nicht sicher, ob du damit nicht nur deine Ruhe haben wolltest“. Er küsste mich wieder heftig „aber du bist so süß“. Was sollte ich sagen außer: „Honey, das musst du wissen, ob du noch einmal mehr willst, im November wart ihr doch sicher auch schon zusammen. Ich denke, dieses Mal mit mir nimmt ihr nichts weg und solange das nicht in Regelmäßigkeit ausartet…“. Ich stehe ja nicht so auf One-Night-Stands, aber Alan kannte ich ja schon und wusste, dass ich mich auf eine leidenschaftliche Aktion einlasse. Es würde mir gut tun.
Männer sind einfach Testosteron-gesteuert, er konnte es natürlich nicht lassen. Als er mir das Shirt ausziehen wollte, nahm ich ihn an der Hand und mit ins Schlafzimmer. Meine Sitzsäcke sind bei heftigen Bewegungen leider zu laut. Im Schlafzimmer hatte ich schnell noch den CD-Player gestartet, während er mich schon heftig umarmte. Das Lumibär-, gemischt mit dem Flur-Licht, was ins Schlafzimmer fiel, gab ein dezentes Wohlfühl-Licht, dass man noch genug sah, aber nicht alles genau erkennen konnte.
Wir knutschten heftig, während wir uns ungeduldig gegenseitig auszogen. Bei seiner Jeans half er mir und entledigte sich dabei auch gleich seiner Socken. Hey, er hatte etwas abgenommen, die paar Kilos, die er letztes Mal noch zu viel hatte, waren weg, kein Hüftspeck mehr. Er ist kaum behaart und die Gegend um den Schwanz sowie den Sack hatte er rasiert, fein.
Es machte mich so an, seinen stämmigen Körper zu spüren, seine glatte Haut. Es war genau die Leidenschaft, die ich gebraucht hatte.
Er küsste mich vom Hals über das Schlüsselbein, liebkoste meine Nippel mit seinen Lippen und der Zunge, um dann über meinen festen Bauch (danke liebe Schupfnudeln!) zu meiner nackten Scham vorzudringen. Als er anfing mich zu lecken, war ich schon angetan, dass ich gleich das erste Mal kam. Netterweise ist er auch nicht einer, der sich ewig damit aufhält, sondern sensibel genug ist, mitzubekommen, wann es an der Zeit ist, dass ich mich auch mal um ihn kümmern kann, weil ich erst einmal genug habe. Außerdem sagte er nebenbei so schöne Sachen wie „du hast so einen sexy Körper“, „ich mag deinen Knackarsch“, „deine Haut ist so schön weich“ oder „dein Body fühlt sich so geil fest an, man merkt wie viel Sport du machst“. Auch das machte mich an.
Ich wusste noch, dass ich mich bei ihm etwa zurückhalten muss, sonst kommt er zu schnell. Also nur ein zartes Knabbern an seinem Schwanz und ein leichtes Kraulen der Balls. Er zog mich wieder nach oben, wollte knutschen, seinen Körper an mich pressen, mit festem Griff meinen Po halten. Ich spürte seinen harten Schwanz auf meiner Scham. Das machte mich auch gleich noch mehr an, ich wollte ihn spüren. Also griff ich zu den Gummis, öffnete ein Condomi und reichte es ihm. Er zog den Gummi über und drang endlich in mich ein. Es war ein recht kurzer Akt, da ich inzwischen so angetörnt war und so wie ich ihn spürte heftig kam. Das gab ihm anscheinend den Rest und er nahm das zum Anlass, auch gleich heftig zu kommen.
Klar kam von ihm dann „tut mir leid, ich war zu schnell“. Ich konnte ihn nur anlächeln und sagen „warst du nicht, das war gutes Timing und ich hab dich ja dazu gebracht, weil du mir so genial gut getan hast“. Wir schmiegten uns noch eine wenig aneinander und drückten uns fest. Ich denke, nicht nur ich, sondern auch er war happy.
Dann hatten wir Durst, wollten aber keinen Wein, sondern Wasser. Ich holte zwei Gläser. Wir hingen noch ein wenig aneinander kuschelnd im Bett ab, dann wollte Alan eine Zigarette. Dafür mussten wir uns anziehen und auf den Balkon. Die Gesprächsthemen gingen uns auch jetzt nicht aus, Alan wollte aber heim. Es war inzwischen schon zwei Uhr und mir sehr recht. Ich wollte ja am Sonntag das Zumba nicht verschlafen.
Als Alan weg war bin ich erst einmal voll happy durch die Wohnung gehüpft. Er hatte mir so richtig gut getan! Dann bin ich ins Bett und sofort eingeschlafen, von Träumen hab ich nichts mitbekommen.
Sonntag beim Zumba war ich dann so richtig gut gelaunt, allerdings manchmal etwas abgelenkt, weil ich wieder an die leidenschaftlichen Stunden mit Alan denken musste.



Mittwoch, 25. Januar 2012
Das rote Kleid - 4. Teil
(Fortsetzung zum Eintrag vom 3. Januar)

Gestern hatte ich gerade über das Thema Schokolade vs. Männer gebloggt, da chattete mich Alan auf Facebook an.
Das war nicht das erste Mal seit unserem Abend bei ihm. Er hatte mich nach Weihnachten und Anfang Januar angechattet. Seine Nachrichten hatten zuerst den Stil, den Nachrichten von ihm immer haben.
Weihnachten startete er mit „und, weihnachten gut überstanden??? ich dachte, du schreibst mir mal, dass dir langweilig ist“.
Das kam einfach so, ohne Vorgeschichte, wir hatten ja nach unserem gemeinsamen Abend keinen Kontakt. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass er sich (gleich) meldet und ich wollte mich auch nicht melden. So einen Abend wollte ich schon mal gerne wieder haben, aber nicht unbedingt sofort.
Ich musste schmunzeln, als ich das las und antwortete spontan „kicher, mir war zwischendurch vielleicht nicht wirklich langweilig, hätte mir aber besseres vorstellen können…“. Das war von mir eindeutig gelogen, aber das weiß er ja nicht. Ich musste ihn einfach ein bisschen herausfordern.
Er antwortete mit „grrr… na ja…. vielleicht das nächste mal, wäre mal wirklich geil“.
Ich antwortete nicht und damit war der Chat beendet. Es war schon recht eindeutig, was er sagen wollte, aber er war anscheinend (noch) nicht mutig genug, mir das anzubieten.
Anfang Januar kam die nächste Nachricht von Alan: „ey lilli, happy new year, alles gut bei dir?“ als ich auch mal wieder online war.
„dear auch my best wishes for 2012. ist ein bissl stressing grad, im Job, aber sonst ist alles gut. und bei dir?“
Nach seiner Antwort „bei mir alles cool, stress ist doof“ chatteten wir noch ein bisschen zum Thema mein Job und seine Musik, da kam allerdings kein Flirt auf. Ich hatte aber auch inzwischen festgestellt, dass er seinen facebook-Status auf „in einer Beziehung“ geändert hatte und mich nicht weiter über die doch recht sachliche Unterhaltung gewundert.
Als mich gestern dann Alan auf Facebook mit „hey, was treibste?“ anchattete, musste ich echt lachen. Da hatte ich gerade zu Papier gebracht, dass ich einen Mann will und da meldet sich doch gleich einer.
Ich antwortete also „schreiben, Honey, und du?“
Der Chat schien sich in die richtige Richtung zu entwickeln, er schrieb „ich schau mal was es so gibt und da habe ich dich online gesehen, süße!“
Ich hatte am Spätnachmittag mit Maja Schupfnudeln mit Mohn und Vanille-Sauce gegessen, ich die größere Portion und einen entsprechend vollen Bauch. Aus dieser Laune heraus schrieb ich: „versuche mich gerade vom Schokoladen-Konsum abzulenken, hatte schon so viele Schupfnudeln“.
Er: „klingt lecker, und süß“
Ich, ganz klar herausfordernd: „ich mags aber auch pikant“ und „das Wetter ist so ätzend, ich mag echt nicht raus gehen“.
Darauf er, wie ich es erwartet hatte: „ja, zuhause ist schön gemütlich. ich mags aber auch gern seeeehr pikant!“
Das entwickelte sich ja prächtig, ich war gespannt, wie mutig Alan sein würde. Mein Bauch war zwar noch voller Schupfnudeln, aber ich hätte ihn gerne gesehen. Wie kriege ich ihn also am besten zu mir?
Alan und ich hatten ja den gleichen Teppich, ich hatte meinen allerdings im Ende Dezember gegen einen neuen ersetzt. Also frage ich ihn nach dem Teppich „hast du noch den schönen schwarz-grau-karierten Teppich?“
„ja, den hab ich noch“ war ja nun irgendwie eine langweilige Antwort von ihm, ich hätte mit mehr gerechnet,
also noch einmal zu dem Thema von mir: „ich musste meinen gegen einen neuen austauschen, irgendwie war der nach über zehn Jahren doch mal hinüber“.
Er machte mich mit „dann hast du jetzt nen schönen neuen weichen“ langsam ungeduldig.
Nach meiner Antwort „der alte war weicher, schade“
kam er mit „ja schade, kannst dich bei mir mal drauflegen“ endlich aus sich raus.
Ich musste echt smilen, das Thema Teppich musste noch etwas vertieft werden: „ach, mein neuer ist aber auch nicht schlecht“.
Jep, endlich eine Antwort, wie ich sie erwartet hatte „klingt auch gut, schön mit nem Wein auf dem neuen Teppich… ich würde nicht nein sagen“
(Fortsetzung folgt)



Dienstag, 3. Januar 2012
Das rote Kleid - 3. Teil
(Fortsetzung zum Eintrag vom 2. Januar)

Am Dienstag hatte ich ja die SMS von Alan bekommen, dass er gerade aus New York zurück sei und mich endlich verwöhnen wolle. Ich wusste noch nicht einmal, dass er nach New York geflogen ist, denn ich hatte seit Ende September, als unsere spontane Verabredung wegen Jules geplatzt war, nichts mehr von ihm gehört.
Was soll ich davon halten oder besser: was will ich davon halten? Es wäre schon fein, mal wieder einen Mann im Bett zu haben, und sexy ist Alan schon. Eine ernsthafte Beziehung möchte ich momentan eh nicht, ich habe noch die Nase voll von den Erfahrungen mit Roland. Eine feine Affäre mit regelmäßigem Sex käme mir aber sehr gelegen.
Am selben Tag habe ich Alan dann nicht geantwortet, aber zwei Tage später, schon am frühen Nachmittag.
Lilli an Alan: du hast mir damals eine massage angeboten, honey!
Alan hatte anscheinend Frühschicht, denn seine Antwort kam prompt.
A an L: das passt gut, junge frau, ich hab heut zeit für dich und wenn ich an das rote kleid denke, werde ich schon ganz heiss
L an A: so eine ablenkung am schreibtisch erzeugt ein big smile. sollte eigentlich nicht an das denken, was ich jetzt im kopf (und body hab)...

und noch eine hinterher: seufz, no time 4 wet thoughts, aber nachher hab ich dich und deinen starken body ja live! mmhhh! lecker! was denkste wann?
A an L: um sieben bei mir
L an A: das ist zu früh, babe, kann erst um acht
A an L: okay süsse, ich mach schon mal den rotwein auf und wärm das babyöl vor
Nachdem ich aus dem Büro kam, bin ich also fix unter die Dusche, habe noch die leicht nach Grapefruit duftende Bodylotion und den Gaultier Sommerduft aufgetragen und mich dann angezogen. Ich hatte mir schon im Büro Gedanken darüber gemacht, was ich anziehen soll. Alan ist so ein typischer Jeans- und Sneaker-Typ, aber ich habe bislang den Eindruck bekommen, dass es gerade diese Typen auch sehr feminin mögen.
Also habe ich das schwarze Wollkleid in A-Linie mit dem knapp knielangen Rock angezogen. Darunter schwarze Spitzen-Dessous und halterlose schwarze Nylons, dazu schwarze Stiefel , zwar relativ flach vom Absatz, aber genau da im oberen Bereich der Wade endend, dass meine Beine in Kombination mit der Länge des Rockes echt sexy wirken.
Oh, war ich aufgeregt, habe mein Auto geparkt und den Eingang zu Nr. 27 erst nicht gefunden... da musste ich ihn doch eben kurz anrufen. Das war auch gut so, die Stimme war mir noch vertraut, auch wenn er wieder so distanziert wirkte, aber das ist wohl seine Art am Telefon.

Es waren nur zwei Treppen bis in seine Wohnung, Alan stand in der offenen Tür. Wetteruntypisch barfuß in Baggy-Shorts und einem Kurzam- T-Shirt, ein süßer Anblick.

Verlangen in unseren Augen, eine 1. Umarmung und dann ein heftiger Kuss. Er hatte schon Rotwein für uns eingeschenkt, nahm mir den Mantel ab und geleitete mich zum Sofa. Es war wohlig warm in seiner Wohnung, das hatte er gut vorbereitet.

Ich war immer noch heftig aufgeregt, das tut frau (ich) ja nicht alle Tage, so ein kurzfristiges und eindeutiges Date haben. Und Alan wirkte auch nicht wirklich souverän in der Situation.
Anstoßen und ein Schluck vom Wein, doch dann blieben die Gläser stehen, wir konnten die Finger nicht voneinander lassen. Er schob seine Hand unter meinen Rock und grinste, als er den Bund der Halterlosen fühlte. Ich zog ihm schnell sein Shirt aus, sah eine kaum behaarte, recht definierte Brust, genau wie ich es mag. Der leichte Ansatz von Hüftspeck und die Nichtsichtbarkeit der Bauchmuskeln störten nicht wirklich.
Alan wollte mir das Kleid ausziehen, wir saßen auf dem Sofa, doch ich stand dafür lieber auf. Auch aufgeregt und angetörnt, kamen mir die Gedanken an meinen Bauch, der im Sitzen nun so nicht mehr sexy , sondern ein wenig knautschig aussieht. Ebenso sind die halterlosen Nylons im Stehen oder Liegen auch ein schönerer Anblick. Alan zog mir also das Kleid aus und ließ den Anblick auf sich wirken. Ihm gefiel, was er sah. Er stand auf, zog mich erst an sich, nahm mich dann auf seine Arme und trug mich zum Bett… die Stiefel hatte ich immer noch an.
Alans Schwanz zeichnete sich schon deutlich unter seiner Shorts ab, doch er ließ sich Zeit. Mit seinen Fingerspitzen fuhr er die Konturen meiner Dessous und den Rand meiner Halterlosen nach. Ich finde es wichtig, wenn ein Mann schöner Wäsche (auch wenn sie von H+M ist) seine Aufmerksamkeit schenkt und sie für ihn auch einen Erotik-Faktor hat. Alan ist ganz klar auch ein Augen-Mensch. Er zog mir auch nicht einfach den BH aus, sondern streifte nur die Träger über meine Schultern, um anschließend…

Seine Wohnung und überhaupt Alans Art haben mich ziemlich überrascht, ich hatte Schlimmeres erwartet. Das Apartment ist modern und geschmackvoll eingerichtet – er hat den gleichen grau-schwarz-karierten Ikea-Teppich wie ich – und selbst das Bad sauber. Nun bin regelrecht begeistert, der Live-Akt hatte gehalten, was die SMS versprachen… und dazu konnten wir auch so richtig gut miteinander reden, es gab so viele Themen.
Die Nacht habe ich nicht mit ihm verbracht, obwohl er mich gerne da behalten hätte. Ich wollte lieber heim und allein schlafen, nicht nur, weil ich am nächsten Tag zeitig ins Büro musste und mein Auto auf der Busspur parkte.

Es wäre schön, wenn mal eine Fortsetzung folgt.



Dienstag, 3. Januar 2012
Das rote Kleid - 2. Teil
Fortsetzung zum Eintrag vom 1. Januar

Die Antwort auf meine SMS der letzten Nacht kam am nächsten Mittag.
A an L: wow lilli! leider hab ich gestern schon geschlafen und jetzt stell ich mir die ganze zeit vor, wie du auf deinem bett gelegen hast! ich hätte dich so gern von deinen zehen bis zum kopf geküsst und geleckt und mit dir die ganze nacht mit geilem sex verbracht!!! mmmmh!!
L an A: heh, bin grad im büro, da werd ich ja noch rot, hast heut abend vielleicht doch ein wenig zeit, möglicherweise kann und sollte ich umdisponieren
(ich hatte eh nur vor zum Sport zu gehen)
A an L: heute abend spielen wir in potsdam. vielleicht danach?! könnte aber was später werden, würde mir aber nichts ausmachen
L an A: wann wäre das denn etwa?
A an L: also je nachdem, wenn wir bis 22 uhr spielen dann bestimmt gegen 0 uhr.
L an A: oh, da muss die lilli schon ins bett… zum schlafen, nicht für geile aktivitäten mit dem alan, schade. dann müssen wir wohl bis next week warten… much fun + success 2n8 @ your gig. muss ich mir demnext auch mal anschaun.
A an L: ich schreib dir, wenns doch was früher wird. hab nämlich tierische lust auf versaute geile aktivitäten mit lilli.
L an A: jaaa, lust und neugierde auf dich! aber versaut streichen wir mal, cheri. meld dich!
A an L: hahahaha, ok, versaut streichen wir. bis dann junge frau.
L an A: grins, ist halt die frage, wo da die grenze ist. aber wir werden uns in der sache sicher einig, honey!
später gegen 0 Uhr:
A an L: hey süße, ich komm grad heim, schade. wäre geil, wenn du jetzt hier wärst.
L an A: da hab ich mich heut beim bodycombat statt mit dir verausgabt, honey! adrenalin kickt, ob du das toppen kannst?
A an L: ich würde es versuchen. und da ich grad echt geil auf die bin, würde es bestimmt gut klappen
L an A: die hitze dieser nacht würden wir gemeinsam noch verstärken. jaa, jetzt haut auf haut, deine küsse und deinen starken schwanz spüren, wüsste zu gern wie das ist. kriegen wir das dann vielleicht dienstag hin?!
A an L: du weißt nicht, wie gern ich jetzt meinen schwanz in dich schieben würde, nachdem ich dich schön lang geleckt habe! mmmm…. Ich würde am liebsten jetzt. di ist ok.
L an A: hab leider morgen nen harten arbeitstag vor mir, sonst würd ich echt noch vorbei kommen, cheri. schlaf gut!
A an L: dann schlaf schön, süße, und denk mal ein wenig an mich bevor du einschläfst, gute nacht!!
Donnerstagabend, fast Mitternacht
L an A: oh sweetheart, du gehst mir ncht mehr aus dem kopf, war eben auf eurer webpage. die musik gefällt mir, muss ja nicht immer hardcore sein. würde jetzt so gerne deine hände auf meinem frisch gestählten body spüren und endlich mehr von dir kennenlernen, seufz
Antwort am nächsten Nachmittag, als ich schon auf dem Weg nach Hamburg bin:
A an L: hey lilli, du weißt nicht, wie gern ich deinen körper überall küssen und lecken würde! der gedanke macht mich echt geil, dich mit meinem schwanz zu verwöhnen
Sonntag, am frühen Abend, während meiner Fahrt in Berlin rein
L an A: komm grad aus hh zurück, freu mich auf nen entspannenden abend, magste mir nicht ne massage gönnen?!
Seine Antwort, als ich grad in die Wohnung komme
A an L: schön, dass du wieder da bist! was für ne massage hättest du denn gern???
L an A: na entspannend und erotisierend!
A an L: das klingt echt heiß, süße! mit babyöl dabei natürlich! und ich würde mit deinen füssen anfangen!
L an A: mir ist danach, deine hände glitschig vom öl zu spüren... wann und wo?
A an L: mir ist auch danach, dich glitschig zu spüren! möchtest du zu mir kommen? jetzt!
L an A: jaa!
Puh, das hat jetzt fast eine Stunde vergeudet, das hätten wir doch auch schneller organisieren können. Aber telefonieren war ja irgendwie tabu. Alan smste mir noch seine Adresse und dann klingelte mein Telefon.
Jules war dran, heftig schluchzend fragte sie, ob sie eben vorbei kommen kann. Ihr Freund hat sie gerade rausgeschmissen (aus seiner Wohnung, nicht aus einer gemeinsamen). Das war klar, dass ich da nicht zu Alan fahren kann.
Der Einfachheit und Zuverlässigkeit halber habe ich ihn dann angerufen und kurz die Situation geschildert. Telefonieren scheint wirklich nicht so Alans Ding zu sein, er war irgendwie distanziert und überhaupt nicht gesprächig. Er sagte nur, dass er es schade finden würde und dass er sich die Woche melden würde, und dass er mir ja nicht weglaufen würde (das hatte er auch schon mal per SMS bemerkt).
… (Fortsetzung folgt?)



Sonntag, 1. Januar 2012
Das rote Kleid
Anfang November 2011:
Da bekomme ich doch gerade eine SMS von Alan: „hey lilli. bin gestern Nacht aus NY zurück gekommen, möchte dich endlich verwöhnen“. Ups, damit habe ich gar nicht mehr gerechnet, ich hatte ihn schon fast vergessen und habe dasselbe von seiner Seite vermutet. Es ist jetzt immerhin schon ein paar Wochen her, dass ich die letzte SMS von ihm bekommen habe.
An diesem genialen warmen, fast heißen Spätsommertag im September war ich mit meiner Freundin Jules zum Longboarden verabredet. Jules kam ziemlich sauer an, „dieser Scheiß-Kerl!“. Ihr Freund hatte sie mal wieder versetzt, was die gemeinsame Samstagabend-Gestaltung angeht, er hatte es einfach vergessen, dass sie auf einem Geburtstag eingeladen waren und sich anderweitig verabredet. Jules wollte sich auf das Ding am liebsten am Abend daheim verkriechen und die Kante geben, doch im Laufe des Nachmittags entspannte sie sich und meinte „dann geh ich halt ohne ihn und du kommst mit“.
„hey Jules, wohin denn und zu wem?“
„Robert, der Amateurfotograf, der die Longboard-Fotos von mir gemacht hat, feiert seinen 33sten, und ich bin mit Begleitung eingeladen“
„oh, wird das ein Pärchen-Event?“
„ich weiß nicht, aber ich ruf ihn eben an und frage“
Robert war auch gleich erreichbar und sagte, dass er es viel besser finden würde, wenn Jules eine Freundin mitbringen würde, es sei alles ganz ungezwungen, kein Pärchen-Event.
Wir berieten uns noch, was wir anziehen wollten. Jules meinte, Jeans und Sneaker seien sicher das richtige für die Szene um Robert. Doch da das Wetter so ungewöhnlich warm war, schlug ich Sommerkleidchen vor und Jules fand die Idee auch prima.
Jules wollte mit dem Auto fahren, da Spandau ja doch etwas weit draußen ist und holte mich gegen acht ab. Sie war inzwischen wirklich wieder gut drauf und hatte keine Ambitionen mehr, sich zu betrinken.
Ich hatte mich für mein rotes knielanges Baumwollkleid mit den Spaghettiträgern entschieden, recht figurnah aber nicht eng geschnitten. Der Rock beginnt direkt unter dem Busen, kein heftiger Ausschnitt aber ein feines Dekolleté, das bringt meine definierten Schultern etc. gut zur Geltung. Ich hatte erst überlegt, die bunten Schläppchen anzuziehen, zog dann aber doch die zierlichen schwarzen Buffalo-Sandalen mit den 5cm-Pfennigabsätzen an. Jules trug ein Batik-Kleid und süße Reef-Flip-Flops, was bei ihren 180 cm auch keine schlechte Wahl ist.
Party in einer kleinen 1-Zimmer-Wohnung. Als wir kamen waren etwa zehn Typen da und ein Pärchen, sie hockten auf allen Sitzgelegenheiten. Auf dem Sofa wäre noch Platz gewesen, aber wir blieben lieber im Eingang zur offenen Küche stehen. Wir unterhielten uns eigentlich nur mit Robert, bis dann noch ein Mädel (gerade mal 20) kam. Robert versuchte das Ganze aufzulockern, zu erreichen dass wir uns unter die Jungs (Mitte 20 bis Mitte 30) mischten. Das klappte aber so nicht und passierte erst, als die ersten sich etwas zu Essen holten.
Alan saß, als wir kamen, mit dem Rücken zu uns in einem Sessel, dann holte er sich eine Portion Chili und ich dachte „wow“. Als er sich dann Nachschlag holte, blieb er bei mir stehen und seine Bandkollegen kamen dazu. Die Unterhaltung entwickelte sich dann im Wesentlichen zwischen ihm und mir, ich war natürlich neugierig, was für Musik er macht und wie es mit der Karriere voran geht. Sie hatten schon einen Nachwuchswettbewerb gewonnen und jetzt die erste CD heraus gebracht, aber von Erfolg könne man noch nicht wirklich reden.
Später kam Robert dazu und die Themen wurden heftiger. Besonders Robert war echt nicht ernst zu nehmen, aber ich konnte gut mithalten, ohne rot zu werden. Robert sagte, er würde gern mal ne Dreier zusammen mit Alan haben. Ich warf ein, die Phantasie wäre doch eher zwei Frauen und ein Mann. Robert darauf: „nee“ und so entwickelte sich das Gespräch entsprechend weiter, wir haben viel gelacht.
Gegen halb zwölf wollten Jules und ich los, da wir am nächsten Tag ins Elbsandsteingebirge fahren wollten. Ich wollte von Alan die Web-Adresse von seiner Band haben. Da ich in meiner Tasche keinen Stift fand, gab ich dann die Web-Adresse in mein Handy ein, bei der Gelegenheit bekam ich auch Alans Handy-Nummer. Er erzählte, er würde auch gleich gehen, da er am Sonntag um fünf Uhr aufstehen müsse, er habe ja auch noch einen regulären Job als Elektroniker.
Alan ist 34, ca. 178 cm groß, stämmig (er könnte vielleicht ein paar Kilo abspecken), er hat kurz geschorene Haare, einen kleinen trendy Bart, neben seinem Job mit Schichtdienst ist er Drummer und auch Organisator/Ansprechpartner der Band, er raucht recht viele Gauloises.
Als ich zu Hause war musste ich natürlich eine SMS schicken.
Lilli an Alan: gibt’s demnext eine nacht, wo du nicht um fünf uhr früh aufstehen musst? cheers. lilli.
A an L also wenn du lust hast, komm vorbei
A an L etwas später: hast mich irgendwie echt scharf gemacht.
L an A: sweetheart, ich muss und will morgen fit sein, sonst wird’s zu gefährlich, weil unkonzentriert. wie wär’s mit morgen abend? aber nur wir zwei, smile.
A an L: klar nur wir zwei, ein fläschchen wein und du und ich, hast mich echt geil gemacht heute abend. lass morgen einfach schreiben
L an A: ich fand dich spannend vom 1. blick an, der 2. hat das dann bestätigt. bin morgen gen 20 uhr zurück, muss jetzt schlafen, seufz! bis morgen… lilli
A an L: danke, kann ich nur zurück geben. schlaf schön und viel spaß morgen
Am nächsten Tag war es ist doch leider schon 21:45 Uhr, als ich zurück kam. Also schicke ich eine SMS.
L an A: hm, das ist jetzt vielleicht ein bissl spät, oder?
Zwei Stunden später A an L: hey, sorry, war selber nicht zuhause den ganzen tag. hoffe du hattest nen coolen tag. sehen wir uns die woche vielleicht?
L an A: eigentlich sehr gern, hab bloß ein termin-problem und bin ab freitag in hh. wie wär’s mal mit telefonieren? bussi. lilli.
A an L: ich lauf ja nicht weg! ja klar, können wir mal telefonieren. und an das rote kleid muss ich echt oft denken… damit und mit deinem körper hast du mich echt angemacht!
L an A: braucht’s dazu wirklich ein rotes kleid? ich wollte erst in baggy jeans, t-shirt und sneakern zur party gehen, aber es war so warm
A an L: nein… aber es war sexy!! und da ich sexy gut finde… hat es mich tierisch angemacht wie du ausgesehen hast!!
L an A na, da muss ich mir aber mühe geben, dass ich die gleiche wirkung erziele, wenn wir uns nächste Woche wieder sehen
A an L: ich glaub nicht, dass das ein problem sein wird! du hast nen sehr geilen körper!
L an A: sweetheart, den konntest du doch bislang nur ahnen… treffen wir uns dann bei dir?
A an L: ahne aber sehr gutes!! magst du wein? gern bei mir!
L an A: warum ist das denn noch ne woche hin… seufz. mag trockenen wein, lieber rot als weiß, wenn ich die wahl hab. wo ist bei dir?
A an L: würde dich auch am liebsten heute schon bei mir haben! bei mir ist in charlottenburg in der nähe vom theoder-heuss-platz!
L an A: so viel weiß ich doch schon honey, das ist ne fahrrad-entfernung. falls ich’s mittwoch noch hinkriege wird’s recht spät und sekt-selig (mädels-abend), soll ich mich dann noch melden? und name und adresse brauch ich, cheri!
(warum zickt er mit seiner Adresse eigentlich so rum? die steht sogar auf der Band-Webpage … das hatte ich später festegestellt)
A an L: melden kannst du dich auf jeden fall! ich werde aber selber mittwoch erst einmal nicht zuhause sein! vielleicht klappt es aber doch!
Am Mittwoch hatte ich ihn dann telefonisch nicht erreicht, als ich gegen Mitternacht heim gekommen bin. Darauf schickte ich eine SMS.
L an A: hab die flipflops von den füssen gestreift, die baggy jeans fallen gelassen und bin aus meinem shirt und den dessous (rot) geschlüpft. jetzt lieg ich frisch geduscht auf dem bett und versuch mir vorzustellen, wie du unter deinem shirt so aussiehst und sich dein body so anfühlen könnte… mmmmhhmmhh… lilli.
…. (Fortsetzung folgt)